Zur Geschichte der Medizin
Aus dem Weltreich der Heilkunst und Pharmazie
Eine digitale Galerie

Antonio Valsalva

17. ???. 1666 - 2. 2. 1723

Als Kind einer angesehenen Goldschmiedefamilie hörte Valsalva in Bologna bei Lehrern wie Marcello Malpighi und Giovanni Alfonso Borelli. Als Kind einer angesehenen Goldschmiedefamilie hörte Valsalva in Bologna bei Lehrern wie Marcello Malpighi und Giovanni Alfonso Borelli. Sein Hauptinteresse galt indess der Anatomie, er führte öffentliche Sektionen durch, beschrieb den Sinus aortae, die Wurzeln des Vagusnerven, die Tänien des Kolon.

Im Mittelpunkt seiner Betrachtungen stand das menschliche Ohr, berühmt wurde sein (zusammen mit seinem Schüler Giovanni Battista Morgagni verfaßtes) DE AURE HUMANA TRACTATUS, das 1704 exzellente anatomische Abbildungen und pathophysiologische Erläuterungen brachte. Die Dreiteilung des Ohres, der Verlauf der Tuba auditiva (Eustachii), die Muskeln des inneren Ohres, die Schlundmuskeln, Labyrinth und Endolymphe – die Otorhinolaryngologie dankt Valsalva zahlreiche Grundlagen. Neben dem Valsalva-Sinus und der Valsalva-Falte, dem Valsalva-Ligament (des Ohres), dem Valsalva-Antrum und der Valsalva-Dysphagie (Valsalvische Bräune) lebt er besonders im klassischen Valsalva-Manöver fort, das zur Prüfung der Durchgängigkeit der Ohrtrompete heute noch unverzichtbar ist.